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Bei welcher Temperatur trinkt man Grauburgunder?

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Bei welcher Temperatur trinkt man Grauburgunder?

Einleitung

Grauburgunder – auch Grauer Burgunder oder Pinot Gris genannt – ist ein vielseitiger Weißwein, der je nach Ausbau trocken, halbtrocken oder edelsüß daherkommt. Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 8 und 10 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur kommen die fruchtigen Aromen von Birne, Apfel und Melone am besten zur Geltung, während die feine Säure und der Schmelz des Weins perfekt ausbalanciert sind. Wird der Wein zu kalt serviert, wirkt er neutral und säurebetont; ist er zu warm, verliert er an Frische und wirkt alkoholisch. In den folgenden Abschnitten erkläre ich dir, warum die Temperatur so entscheidend ist, wie Grauburgunder schmeckt und welche Weine aus unserem Sortiment du unbedingt probieren solltest.

Was macht Grauburgunder besonders?

Grauburgunder ist eine Mutation des Pinot Noir und wird vor allem in Deutschland, Frankreich (als Pinot Gris), Italien (als Pinot Grigio) und Österreich angebaut. Die Rebsorte zeichnet sich durch eine dickere Schale aus, die ihr eine leicht rötliche bis graue Farbe verleiht – daher der Name. Im Glas präsentiert sich Grauburgunder meist mit einem strohgelben bis goldenen Schimmer. Die Aromenpalette reicht von reifen Birnen, Äpfeln und Melonen über Zitrusfrüchte bis hin zu exotischen Noten wie Mango oder Ananas. Im Mund überzeugt er oft mit einer cremigen Textur und einem vollen Körper, begleitet von einer erfrischenden Säure. Besonders beliebt ist Grauburgunder wegen seiner Vielseitigkeit: Er passt zu leichten Vorspeisen, Fisch, Geflügel, aber auch zu asiatischen Gerichten oder Käse. Die Rebsorte hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt, weil sie sowohl pur als auch zu Speisen hervorragend harmoniert. In Deutschland sind die Anbaugebiete Pfalz, Rheinhessen und Baden führend, wo die Weine oft im Edelstahl oder im Holzfass ausgebaut werden. Die richtige Serviertemperatur spielt eine Schlüsselrolle, um diese Vielfalt an Aromen und die Struktur des Weins optimal zu erleben.

Grauburgunder unter 15 Euro – geht das wirklich?

Ja, absolut! Gerade aus Deutschland bekommst du hervorragende Grauburgunder zu fairen Preisen. Das liegt zum einen an den idealen Bedingungen in den deutschen Weinbaugebieten: Die Reben wachsen auf kalkhaltigen Böden und profitieren von einem gemäßigten Klima mit vielen Sonnenstunden. Zum anderen haben Winzer wie Hammel & Cie oder Bassermann-Jordan eine lange Tradition und produzieren Weine in hoher Qualität, ohne dass der Preis explodiert. Ein Grauburgunder für 10 bis 15 Euro ist oft ein echtes Schnäppchen, denn er bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Trauben werden meist von Hand gelesen und schonend verarbeitet, der Ausbau erfolgt im Edelstahltank oder im großen Holzfass. Das Ergebnis sind frische, fruchtige Weine mit Charakter, die du bedenkenlos zu einem gemütlichen Abendessen oder einem Picknick im Freien genießen kannst. Achte beim Kauf auf einen jungen Jahrgang – Grauburgunder sollte innerhalb von zwei bis drei Jahren getrunken werden, um seine Frische zu bewahren.

Unsere Empfehlungen im Detail

Hammel & Cie Ganz in Weiss Grauburgunder trocken

Dieser Grauburgunder stammt aus der Pfalz und wurde auf der Feinhefe im Holzfass und im Edelstahltank ausgebaut. In der Nase begeistert er mit Aromen von Birnen, Honigmelone, Grapefruit, Aprikosen, Mandel und Brioche. Am Gaumen präsentiert er sich frisch, füllig und saftig mit einer feinen Würze und einer mineralischen Komponente. Das Spiel zwischen Frucht und Säure ist finessenreich und elegant, der Abgang lang und harmonisch. Bewertet mit 89/100 Punkten, ist dieser Wein eine exzellente Wahl für alle, die einen vielschichtigen Grauburgunder suchen. Die ideale Trinktemperatur von 8–10°C bringt die Aromen perfekt zur Geltung. Er passt hervorragend zu gegrilltem Fisch, hellem Fleisch oder mildem Käse.

Bassermann-Jordan Grauer Burgunder trocken

Dieser Grauburgunder aus der Pfalz überzeugt durch seine frische, spritzige Art. In der Nase zeigen sich zarte Düfte nach Melone, Apfel, Mandeln und eine feine Mineralität. Am Gaumen ist er lebendig und klar, mit einem zarten Schmelz und einem kräftigen Körper. Die Säure ist gut integriert und verleiht dem Wein eine elegante Struktur. Mit 88/100 Punkten bewertet, ist dieser Wein ein klassischer Vertreter der Rebsorte, bei dem der unverfälschte Charakter im Vordergrund steht. Serviert bei 8–10°C entfaltet er sein volles Potenzial. Er eignet sich ideal als Begleiter zu leichten Vorspeisen, Salaten oder Meeresfrüchten.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Beim Kauf von Grauburgunder gibt es einige Punkte zu beachten: Achte auf den Jahrgang – junge Weine (ein bis zwei Jahre alt) sind meist frischer und fruchtiger. Der Alkoholgehalt liegt meist zwischen 12% und 13,5% Vol.; ein höherer Alkoholgehalt deutet auf einen volleren Körper hin, kann aber auch auf eine wärmere Anbauregion hindeuten. Entscheidend ist auch der Ausbau: Im Edelstahl ausgebaute Weine sind knackig und klar, während Holzfassausbau für mehr Komplexität und Cremigkeit sorgt. Das Geschmacksprofil kannst du anhand der Bewertungen auf genuss7.de ablesen – von leicht bis üppig, von trocken bis süß. Wenn du einen Grauburgunder zum Essen suchst, wähle einen trockenen mit guter Säure. Für den puren Genuss darf es auch ein halbtrockener sein. Achte zudem auf die Herkunftsregion: Pfalz und Baden liefern oft kräftige, gehaltvolle Weine, während aus Rheinhessen eher leichtere, frischere Tropfen kommen.

Häufige Fragen

Ist Grauburgunder dasselbe wie Pinot Grigio?

Ja, Grauburgunder und Pinot Grigio sind genetisch identisch – es handelt sich um dieselbe Rebsorte. Der Unterschied liegt im Anbaugebiet und im Ausbaustil. Während italienische Pinot Grigio oft neutral, leicht und spritzig sind, werden deutsche Grauburgunder meist voller, fruchtiger und gehaltvoller ausgebaut. Die deutsche Bezeichnung „Grauburgunder“ oder „Grauer Burgunder“ steht für Weine mit mehr Körper und Schmelz, die oft im Holzfass reifen. Wenn du also einen aromatischen, cremigen Weißwein suchst, greife zu einem deutschen Grauburgunder. Ein Pinot Grigio aus Italien ist dagegen perfekt für leichte, unbeschwerte Anlässe.

Wie sollte man Grauburgunder servieren?

Die ideale Serviertemperatur für Grauburgunder liegt zwischen 8 und 10 Grad Celsius. Du erreichst sie, indem du die Flasche etwa eine Stunde vor dem Servieren in den Kühlschrank legst. Nimm den Wein dann rechtzeitig heraus, damit er sich im Glas leicht erwärmen kann. Verwende ein Weißweinglas mit einer leichten bauchigen Form, damit sich die Aromen entfalten können. Grauburgunder muss nicht dekantiert werden, aber ein kurzes Belüften im Glas tut ihm gut. Achte darauf, den Wein nicht zu kalt zu servieren, sonst wirkt er säurebetont und fruchtarm. Ein zu warmer Wein verliert seine Frische und wirkt alkoholisch.

Passt Grauburgunder auch zu leichten Gerichten?

Ja, Grauburgunder ist ein sehr vielseitiger Wein, der sowohl zu leichten als auch zu kräftigen Gerichten passt. Zu leichten Speisen wie Salaten, gedünstetem Gemüse oder hellem Fisch solltest du einen jungen, frischen Grauburgunder wählen, der nicht zu schwer ist. Die fruchtige Säure des Weins harmoniert wunderbar mit Zitrusdressings oder Kräutern. Auch zu asiatischen Gerichten mit leichter Schärfe ist Grauburgunder eine gute Wahl, da seine Fruchtsüße die Schärfe mildert. Wenn du ein cremiges Risotto oder eine helle Sauce servierst, greife zu einem etwas gehaltvolleren Grauburgunder mit Holzausbau.

Fazit

Grauburgunder trinkst du am besten bei 8–10 Grad Celsius – dann entfaltet er sein volles Aroma und seine elegante Struktur. Ob du einen fruchtig-frischen Tropfen vom Weingut Bassermann-Jordan oder einen komplexen, feinhefigen Wein von Hammel & Cie bevorzugst, bei genuss7.de findest du die passende Auswahl. Achte beim Kauf auf einen jungen Jahrgang und den Ausbau, der deinem Geschmack entspricht. Mit diesen Tipps wirst du den idealen Grauburgunder für jeden Anlass finden – prost!

Quellen: Weißwein-Ratgeber von genuss7.de, Wikipedia-Artikel zur Weintemperatur.

Sofia Karamanli
Sofia Karamanli ist zertifizierte Wein-Sommelière (CMS) und Reisejournalistin. Sie war Jurymitglied bei „Mundus Vini“ und lebt abwechselnd in Athen und München. Ihr Spezialgebiet: Weine aus Griechenland, Portugal und dem Languedoc.

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